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Ascent of Beerenberg on 2017-06-19

Climber: Matthias Fieles

Others in Party:Magnus
Wolfgang
----Only Party on Mountain
Date:Monday, June 19, 2017
Ascent Type:Successful Summit Attained
Peak:Beerenberg
    Location:Jan Mayen
    Elevation:7470 ft / 2276 m

Ascent Trip Report

https://www.bergwaerts.com/projekte/additional-countries-and-honorable-summit/jan-mayen/

Jan Mayen, Beerenberg
Start am 10.06.2017
So viele Jahre habe ich von dieser Tour geträumt, nun soll es wirklich los gehen. Irgendwie noch ganz
unwirklich.
Lebe Deinen Traum, ist einfach gesagt, nicht immer einfach umsetzbar, aber manchmal ist es eben
möglich. Auch Dank unseren Familien und Freunden.
Edith und ich hatten zwei Jahre vorher, zu unserem runden Geburtstag begonnen Geld auf die Seite
zu legen. Geschenke brauchen wir keine, wir haben alles. So kam aber dann eine wirklich
sehenswerte Summe zusammen. Dies erleichterte uns natürlich die Organisation, gerade dieser
Unternehmung ungemein.

Meine Eltern, speziell meine Mutter, hatten und haben da nicht immer Verständnis für unsere Touren.
Trotzdem unterstützten sie uns sehr großzügig und informierten sich im Internet über unsere
Reiseziele. Meine Eltern, inzwischen Mitte 80, checken auf dem iPad die Informationen über unsere
Ziele, das Wetter vor Ort und verfolgt über Facebook oder auf meiner Bergwaerts-Webseite und
speziell bei dieser Tour über meinen Reiseblogg, was wir machen und wo wir gerade sind. So haben
meine Leute Zuhause, doch ein bisschen das Gefühl dabei zu sein. Wir haben uns von allen
verabschiedet, Familie, Freunde, Kollegen. Ich freue mich wer alles an uns denkt und Grüsse sendet.
Ein wenig bin ich traurig, mein Sohn wollte vor Abreise noch vorbei schauen, hat irgendwie nicht
geklappt, schade.
Der Volvo XC90 wird vollgeladen, unser Nachbar fährt uns zum Flughafen. Wir holen noch Wolfgang,
den Dritten im Team, zuhause ab. Nun ist selbst das Volvo Flaggschiff an der Beladungsgrenze
angelangt, ich glaube ich brauche ein grösseres Auto .
Mir wird ganz komisch wenn ich an den Check-In am
Flughafen denke. Alle Packsäcke, Skibags, das Handgepäck,
alles irgendwie zu schwer, zu gross. Aber wir haben Glück,
ein unglaublich fröhliches und sympathisches Schweizer
Mädel nimmt uns und unser Gepäck am Check-In Schalter in
Empfang. Als die Frage nach dem eigentlichen Endziel der
Reise kommt und wir antworten: "Arktis — Jan Mayen",
werden wir bestaunt und vermutlich auch ein bisschen
belächelt. Der Abreisetag hat Temperaturen um die 30 Grad
in Zürich, wir wollen in die Kälte, niemand versteht das,
niemand mag das ;-)
Ohne irgendwelche Beanstandungen lässt sie, allein bei mir, die rund 8 Kilo an
Mehrgewicht beim Gepäck durchgehen. Als Handgepäck habe ich ein Stück zu
viel, eines davon, der Rucksack mit dem Kamera-Quadcopter, natürlich auch zu
gross, es geht ebenfalls anstandslos mit an Bord. Es wird ein äußerst
komfortabler Flug mit Islandair. Grosszügige Sitze, freundliches Personal, viel
Platz für das Handgepäck, Lademöglichkeiten für die Elektronik und
Internetzugang an Bord. Was braucht man mehr?
Angekommen in Kevlavik am Internationalen Airport, haben wir nur sehr wenig
Zeit für den Flughafenwechsel zum Domestic Airport Reykjavik.
Aber es vergeht allein eine Stunde bis wir unser Gepäck haben. Es herrscht ein ziemliches Chaos bei
der Gepäckausgabe.
Dann geht es mit dem Bus, 45 Minuten lang, zum städtischen Bus-Terminal und von dort noch einmal
eine Viertelstunde mit dem Minibus zum Flughafen. Zweimal werden wir belächelt und bestaunt. Der
Busfahrer des grossen Bus meint: oh yeah, cool you guy's go for hunting? What a kind of rifle you
have in your bags, guy's? Er lacht sich schlapp als wir ihm sagen, es ist unsere Skiausrüstung in den
Taschen. Hey guy's, skiing? Seriously? You kidding me, even in the north is summer.
Der Fahrer des Minibus reagiert ähnlich. He he, you go for fishing, very nice, good luck.
Meine Erklärung betreffs Inhalt der Taschen und unserem Ziel, wird mit einem Schulterzucken
quittiert. Die Zeit wird knapp, in einer Stunde soll unser Flieger gehen. Der Minibusfahrer erklärt uns,
kein Problem, dass schaffen wir. Er hat jetzt eine Aufgabe, die Nordlandtouristen müssen zum Flieger.
Er stellt kurzerhand die Tour so um, dass der Flugplatz zuerst angefahren wird, die Passagiere zu den
Hotels haben Zeit. Wir hetzen zum Schalter. Die Lady am Desk ist tiefenentspannt. Cool down guy's,
no reason for stress. Ihr habt genug Zeit, 30 Minuten vor Abflug ist normal, 10 Minuten vorher sind
aber auch noch Ok. Da staunt der Vielflieger...
Die Gepäckbestimmungen bei Air Island Connect, sind wieder anders als auf den internationalen
Flügen. Nur 20KG für das Hauptgepäck, 15KG für das Expeditionsgepäck, nur 6KG und deutlich
kleinere Masse für das Handgepäck. Also ist alles was wir dabei haben nochmal deutlich schwerer
und grösser als erlaubt. Aber wen juckt das, niemanden! Das Gepäck wird zum Flieger getragen,
Sicherheitskontrolle? Gepäckkontrolle? Kein Mensch brauch das hier. Hier oben im Norden haben
sich die Leute eben alle lieb. Der Zaun um den Flughafen dient eher dazu die Schafe davon
abzuhalten auf die Rollbahn zu rennen. Einen entspannteren Flug habe ich noch nie erlebt. Die
zweimotorige Propellermaschine vom Typ Bombardier fliegt relativ niedrig, wir geniessen tolle Blicke
auf Berge, Gletscher und Meer.
Anflug auf Isafjördur. Die kleine Propellermaschine fliegt
einen Bogen knapp an der Bergkette vorbei und knapp
über dem Wasser. Dann sackt sie recht zackig ab und
setzte auf, der Pilot bremst stark ab und wir brauchen nur
zwei Drittel der ohnehin kurzen Start- und Landebahn.
Fliegen können die also...
Mit dem Minibus zum Gästehaus und Einzug in unsere
immer, dann ein völlig überteuertes Abendessen. Drei
Hamburger, drei Bier kosten rund 90,-€. Welcome in the
northwest of Island. Unsere Gastgeber vom Gentle Space Guesthouse in Isafjördur sind äusserst nett
und freundlich. Alles ist sauber und ansprechend eingerichtet. Aus unserer Sicht sehr
empfehlenswert.
11.06.2017
Es ist taghell. Heller Tag, helle Nacht, heller Wahnsinn. Ich verliere jegliches Zeitgefühl. Die
Zeitverschiebung sind nur zwei Stunden zurück, trotzdem ist man total unsicher wie spät es gerade ist.
Wir streunen durch den kleinen Ort. 2.500 Einwohner, wo die sich wohl verstecken? Wir schlendern
zum Hafen, treffen Siggi den Skipper und die Schiffscrew. Ich fliege im Hafen einige Trainingsflüge mit
dem Quadcopter. Trotz GPS Selbststabilisierung usw. eine Herausforderung bei diesem Wind zu
fliegen. Wir gehen in ein Tai-Restaurant und essen lecker, preiswert ist aber anders.
12.06.2017
Schon einen Tag später werden wir gegrüsst und im Restaurant Hamraborg wie gute Freunde
behandelt. Der Restaurantbesitzer setzt sich zu uns und fragt nach dem Woher und Wohin. Ein
wirklich freundlicher Mensch, wir waren nun am Sonntag zum Frühstück hier und Montag zum Essen
und zum Zeitvertreib.
Er zeigt uns ein Haus mit zwei Ferienwohnungen, die er selbst renoviert hat. Traumhaft. Wer dort hin
will, dies ist ein echter Geheimtipp. Gerne gebe ich die Kontaktdaten weiter. Der Restaurant Besitzer
bekommt mit das wir darüber diskutieren wie wir unser Gepäck vom Gästehaus zum Hafen
bekommen. Er drückt mir seinen Autoschlüssel in die Hand und meint nur: "Stellt ihn wieder dort hin
wenn ihr fertig seid." Die Isländer sind einfach unglaublich.
Abschied von Isafjördur
Seit Samstag, den 10.06.2017 sind wir nun unterwegs. Heute
starten wir zur, für mich, spannendsten Etappe unserer Tour, die
Überfahrt von Isafjördur/Nordwest Island, in die Arktis nach Jan
Mayen. Aber natürlich gibt es erst ein ausgiebiges Frühstück,
ausgiebiges Mittagessen und ... ausgiebiges Abendessen, wir
sind ja schliesslich mit "Matze-Tours" unterwegs.
Ab heute Abend, gibt es dann nur noch den Schiffsfunk und sehr
eingeschränkt, nur im Notfall, dass Satellitentelefon.
Trotz Expeditionserfahrung ist es für mich immer wieder spannend und aufregend. Dieses Gefühl in
etwas Ungewisses, nicht komplett Kalkulierbares aufzubrechen, dass kann man einfach nicht
beschreiben. Wir Menschen, vor allem wir hier im wohlhabenden Westen, sind im Kopf eben komplett
auf unsere asphaltierte, durchorganisierte und mittels Versicherungen und Verträgen abgesicherte
Welt, geprägt. Von Zeit zu Zeit brauche ich diesen Ausbruch aus dem System. Spüren das es Dinge
gibt die wichtiger sind als unsere Alltagssorgen, Stress mit der Firma, dem Haushalt oder das da
Dinge sind die grösser, mächtiger sind als wir Menschen. Das Meer, die Berge, die Natur. Ehrfurcht
vor der Naturgewalt und ihrer Schönheit. Pures Glück wenn eine Tour gelingt, der Berg gnädig war
und uns hinauf gelassen hat. Zu kapieren, wir können viel, aber eben nicht alles managen und
bestimmen, zu spüren das man oft zu viel mehr in der Lage ist, als man sich selbst zutraut.
In ein paar Stunden heisst es "Schiff Ahoj und Leinen los"...sagt man das so? Habe keine Ahnung, bin
eben doch mehr Bergsteiger als der Segler
13.06.2017
Die erste Nacht auf See haben wir überstanden. So ganz wohl war mir nicht. Das Schiff schaukelt und
stampft. Wir fahren die ersten Stunden nur mit Motor, da der Wind exakt von Norden kommt, also von
vorn. Wir Frühstücken und versuchen mit der Schaukelei klar zukommen.
Auf Deck in der Kälte, sehen wir Eissturmvögel und ein paar Mal Walflossen und Atemfontänen von
grossen Walen in der Ferne. Jeder versucht auf seine Weise die Zeit rum zubekommen. Ich liege seit
Stunden in der Koje und schlafe, schreibe oder höre Musik. Inzwischen fahren wir mit dem Hauptsegel
und Motor, das macht das Boot schneller und angeblich auch ruhiger auf dem Wasser, merken kann
ich das nicht. Wir fahren mit ca 7 Knoten, so um die 11 km/h. Ich schaffe es den kompletten Tag in der
Koje zu verdämmern. Der Kapitän kocht gegen Abend eine schmackhafte isländische Fischsuppe. Es
schmeckt, aber ich beschliesse mal den Magen nicht zu überladen. In diesem Leben werde ich
voraussichtlich kein Seemann mehr werden. Nach dem Essen haue ich mich wieder in die Koje und
schlafe weiter. Erstaunlich wie lange man schlafen kann.
14.06.2017
Ein paar Mal werde ich in der Nacht wach. Manche Wellen hämmern mit lautem Knall gegen das Boot.
Immer wieder wird der Bug angehoben und knallt zurück auf die Wasseroberfläche. Aber man
gewöhnt sich an die Geräuschkulisse. Nun ist es kurz vor Acht (in Deutschland bereits um 10:00 Uhr)
und mein Magen meldet Energiebedarf. Blöd, mir ist gar nicht nach Aufstehen.
Ich versuche irgendwann mich zu waschen, werde im winzigen Waschraum hin und her geworfen.
Das Hauptsegel ist im Wind und das Schiff liegt ordentlich schräg im Wasser. Das und die ständige
Schaukelei, die aber ohne jeglichen Rhythmus ist, machen es schwer stehen zu bleibe. Ich ziehe mich
an und schaffe es gerade so mich wieder hinzulegen und zu verhindern das ich mich übergebe. Von
was eigentlich, ist ja nix drin im Magen... Bis Mittag um 13:00 Uhr dämmere ich im Halbschlaf in
meiner Koje. Edith bringt mir eine Banane und etwas Kuchen.
Doch dann raffe ich mich auf und schaffe es wirklich zwei Teller von der leckeren Fischsuppe zu
essen. Irgendwie geht es mir besser. Wolfgang und Edith machen einen fröhlichen Eindruck. Rolf sitzt
in der Messe und arbeitet am Computer, die anderen drei Mitstreiter, Ralf, Sören und Johannes sind
ebenfalls in der Koje..
Vidar, unser Kapitän erklärt lächelnd: es gibt drei Stufen der Seekrankheit. Die erste ist die Angst vor
der Seekrankheit, die zweite die Angst zu sterben, die letzte Stufe ist dann die Angst nicht zu sterben.
Ok, auch eine Betrachtungsweise.
Nach zwei Stunden rumsitzen und Zeit vertrödeln, lege ich mich wieder in die Koje. Die See ist etwas
rauer, der Motor läuft reduziert und die Segel sind im Wind. Ich habe das Gefühl wir sind nun deutlich
schneller unterwegs. Es knallt teilweise brutal laut wenn der Schiffsrumpf durch die Wellen angehoben
wird und wieder auf das Wasser schlägt. Muss mich nachher erstmal erkundigen wie schnell wir sind.
Die Wellen scheinen etwas höher, der Wind etwas stärker zu sein, das Schiff hat eine ziemliche
Schräglage.
Am Abend gibt es Linsensuppe mit Würstchen. Erstaunlicherweise kann ich ganz gut zulangen.
Vorsichtshalber lege ich mich wieder ins Bett. In der Nacht wird es richtig laut draussen, die Brecher
rauschen über den Schiffsrumpf.
15.06.2017
Gegen morgen reduziert unsere Crew die Segel, das Schiff wird etwas langsamer, liegt weniger
schräg im Wasser und es wird etwas ruhiger. Ich versuche mich an der Morgentoilette, totale
Fehlanzeige, das Gewackel sorgt sofort dafür, dass mir wieder schlecht wurde. Also lege ich mich
wieder in meine Koje.
Zum Frühstück kann ich ganz ordentlich reinhauen und setze mich im Anschluss für zwei Stunden an
Deck zu Sandrine, die am Steuer steht. Der Seegang ist ganz erträglich. Dann wieder ab in die Koje,
Hörbuch hören, Energie sammeln für den anstrengenden Aufstieg, der hoffentlich stattfinden wird.
Gegen 17:00 Uhr die erste Sichtung von Jan Mayen. Irgendwo am Horizont taucht ein vager dunkler
Strich auf. Zwischen Nebel,
Wolken und grauem Meer,
glänzt südöstlich ein Eisberg
in der Sonne, ein
Kreuzfahrtschiff schippert in
einiger Entfernung vorbei
und dann taucht die Insel
tatsächlich auf. Wir sind an
Deck, es ist saukalt
geworden, der Wind bläst
ordentlich und die Steilküste
von Jan Mayen, mit enormer
Brandung und den aus den
Wolken durchscheinenden
Schneefeldern, macht einen
sehr wenig einladenden
Eindruck.
Gegen 20:30 Uhr wird der Anker in der Kwalrossbukta geworfen und wir essen auf dem Schiff noch
unser Abendessen. Dann wird der Abend stressig. Die Ausrüstung muss per Schlauchboot an Land
gebracht, das Material dann noch einmal 200 bis 300 Meter landeinwärts geschleppt werden, die Zelte
werden aufgebaut. Das Wetter ist zum Glück freundlich, der Wind eher schwach und es ist ca. 5 Grad
warm. Weit nach Mitternacht isländischer Zeit, also nach 2:00 Uhr Jan Mayen Zeit, kriechen wir
erschöpft in die Schlafsäcke. Obwohl ich todmüde bin dauert es ewig bis ich einschlafen kann. Ich bin
"landkrank". Der Boden schwankt irgendwie und ich habe Sehstörungen.
16.06.2017
Es ist windig, relativ kalt und ungemütlich. Niemand mag aus dem Schlafsack raus. Spätes Frühstück
und dann die Nachricht das ein Sturmtief rein zieht und uns am Abend erreichen wird. Deshalb wird es
heute keinen Gipfelversuch geben. Das macht mir Sorgen, die Zeit ist knapp. Hoffentlich klappt es
Anfang nächste Woche! Wir präparieren die Zelte und alles Material nochmals für den angesagten
Sturm. Schaufeln Sand rund um das Hauptzelt, graben tiefe Löcher und versenken dort grössere
Steine um die dann die Zeltleinen gelegt werden. Dann wird das Ganze wieder zugebuddelt und mit
Steinen oder grossen Treibholzstücken beschwert. Wir beschliessen die Insel ein wenig zu erkunden.
Wir laufen zur Nordlagune, fotografieren und geniessen die Landschaft. Sandrine und Magnus wollen
in der Nordlagune baden gehen.
Eine eigentümliche Stimmung liegt über der
Szenerie. Auf dem Weg zur Nordlagune zeigt sich
dann der Beerenberg durch die Wolken. Ein
wirklich beeindruckender Berg. Fast ein wenig
furchteinflössend wie er da knapp 2.300m über
uns aus den Wolken schaut.
Wolfgang und ich wollen auf dem Rückweg über
die Hügelkette zurück zu gehen. Am Ende des
Tages werden es ganze sechs der Hügel,
ungefähr 580 Höhenmeter und 24 Kilometer.
Magnus bereitet uns ein schmackhaftes Abendessen aus Süsskartoffeln, Nudeln, verschiedenen
Gemüse und Würstchen. Er tauft die Kreation "Chamonix Explosion". Es folgt eine wirklich stürmische,
unruhige Nacht. Der Wind peitscht gegen das Zelt, es regnet.
17.06.2017 (isländischer Nationalfeiertag)
Spätes Frühstück, alles sitzt im Küchenzelt. Der Wind wütet und alles ist ständig mit Lavasand
bedeckt. Es knirscht zwischen den Zähnen. Für den Abend ist ein Besuch in der norwegischen
Forschungsstation geplant. Wir sind
offiziell eingeladen. Also steht uns
heute ein zweistündiger Marsch auf
die Südseite der Insel bevor. Leider
macht der starke Wind nicht den
Eindruck, dass er nachlassen wird.
Der Marsch über 9 Kilometer zur
Station ist unangenehm, der Wind
bläst brutal und mit jeder Böe wirft er
einem Lavasand in das Gesicht. Ein
sehr effektives Peeling. Wir nennen
es "Jan Mayen Wellness". Es beginnt
kurz nach Abmarsch zu regnen.
Nach 9 Kilometer sind alle nass und
durch geweicht. Shit, dass Zeug
bekommen wir im Zelt und auf dem
Schiff nie wieder trocken.
Aber was nun folgt hat niemand von uns auch nur ahnen können. Der Stationskommandant ist gerade
im Pool, einer seiner Mitarbeiter nimmt uns im Empfang, zeigt uns die Umkleideräume und Duschen.
Die nassen Sachen werden in einen Trockenraum gebracht. Dann heisst es: wer möchte und
Badesachen dabei hat, kann in den Stationspool "Playa de Alge" springen. Das Wasser hat 37°C, es
wird mit der Abwärme des Stromgenerators geheizt. Edith lässt sich da nicht lange bitten und ist die
erste Deutsche, die je in diesem Pool baden durfte. Wolfgang und ich gehen gepflegt duschen und
verzichten auf den Pool. Anschliessend geht es in die Bar und wir bekommen ein Abendessen
vorgesetzt und können Getränke unserer Wahl geniessen. Alles ist steuerfrei, so kostet das grosse
Bier hier an der Bar nur 15 NOK also ungefähr 1,62€. Edith geniesst einen Mochito.
Die Leute zeigen uns die Station und sind unglaublich freundlich. Man freut sich sichtlich über die
Abwechslung. Es wird ein langer und
fröhlicher Abend. Um Mitternacht
Ortszeit öffnet für uns der kleine Jan
Mayen Store in der Station.
Geschäftstüchtig sind die Leute. Alles
Mögliche von ExpeditionsUnterwäsche, über simple Souvenirs,
Aufkleber, Kaffeetassen, Messer oder
die Möglichkeit Postkarten zu
versenden, stehen uns zur Verfügung.
So wird dann noch einiges an Umsatz
gemacht. Üblicherweise sind die
Kunden im Laden von den hin und
wieder vorbei fahrenden
Kreuzfahrtschiffen. So richtige
Explorer kommen dann wohl doch
sehr selten.
Der Stationskommandant Tore, ist der einzige Militär auf der Insel, er hat ebenfalls die Polizeigewalt
und ist somit der Chef des Mikro-Kontinent Jan Mayen. Kraft seines Amtes drückt er jedem von uns
noch einen Jan Mayen Einreise-Stempel in den Pass. Unseren Gesprächen entnimmt Morten, einer
der Stationsmitglieder, dass wir etwas knapp mit dem Trinkwasser sind. Sofort werden zwei grosse
Behälter gerichtet und mit Trinkwasser gefüllt.
18.06.2017
Der Abend endet am Morgen gegen 2 Uhr Ortszeit. Man bringt uns und die Wasserkanister mit dem
Geländewagen zurück zu unserem Camp auf der Westseite der Insel. Wir sind echt froh jetzt nicht
noch zwei Stunden durch Sturm und Regen marschieren zu müssen.
Der Kommandant ist von unseren Beerenberg Touren Plänen angetan. Er möchte uns helfen und sagt
dass er uns einen Fahrer und Jeep zur Verfügung stellt. Dieser soll uns dann soweit wie möglich an
den Berg bringen und wenn wir zurück sind, sollen wir via Satellitentelefon Bescheid geben, er lässt
uns dann wieder abholen. Das würde uns insgesamt ca. 10 Stunden Fussmarsch im flachen Gelände
und Lavadreck ersparen. Natürlich lassen wir uns da nicht lange bitten. Jetzt brauchen wir nur noch
ein vernünftiges Wetter.
Wir schlafen bis 9:00 Uhr und frühstücken ausgiebig.
Das Mannschaftszelt ist der einzige Ort ausser dem
Schlafsack, wo man im Moment sein möchte. Dann
geht alles recht schnell. Der Kommandant der Station
funkt unseren Kapitän auf dem Schiff an, dieser meldet
sich bei uns. Das Wetter ist für den heutigen Tag gut
angesagt, weniger Wind und das Wetterfenster ist
leider schmal. Wenn wir vor dem Ablegen einen
Versuch am Berg unternehmen wollen, dann jetzt.
Also wird es hektisch. Rucksack packen, umziehen,
Essen und Trinken richten. Irgendwann taucht der
Stationschef mit einem Geländewagen auf und es geht
los. Am Berg werden wir nun zu dritt unterwegs sein.
Magnus aus Island, Wolfgang und ich. Tore der
Kommandant sagt uns, dass er in der Station jetzt
einen neuen Spitznamen hat. Man nennt ihn den
"Tourismusdirektor" von Jan Mayen. Er fährt uns so nah es geht an den Berg, das spart uns ungefähr
15 Kilometer Fussmarsch durch das hügelige Flachland im Anmarsch und das dann auch auf dem
Rückweg, also 30 Kilometer weniger. Wir haben ein Satellitentelefon dabei und er besteht darauf das
wir in anrufen wenn etwas passieren sollte und wenn wir ungefähr eine Stunde vor dem Abholpunkt
sind.
13:45 Uhr starten wir dort wo das Auto im Gelände nicht mehr weiter kommt. Wir sind westlich der
üblichen Route, die irgendwo bei der Nordlagune startet.
Einige Kilometer geht es durch Lavasand, mit Moos bedeckte Lavabrocken und vereinzelte
Schneefelder. Hin und wieder greift uns eine Raubmöwe an, wenn wir ihrem Nest zu nahe kommen.
Wir sind zu weit links gegangen und müssen nun eine blöde Traverse in einem steilen Hang hinter uns
bringen. Etliche Höhenmeter sind wieder dahin, oh man, als ob uns davon nicht noch genug erwarten.
Nach ca. 2 Stunden kommen wir an die ersten Ausläufer des Gletschers. Es geht relativ sanft
ansteigend über viele Stunden und etliche Kilometer bergauf. Das Wetter wechselt ständig. Leichter
Wind, starke Böen, Sonne, Wolken und Nebel wechseln sich ab. Die letzten Stunden bis zum
Nunataken ziehen sich hin, wir haben gute Sicht und es ist nun wirklich kalt geworden.
Kurz vor 20:00 Uhr erreichen wir den Nunataken,
legen die Gurte und Steigeisen an, ich teile das Seil
ein und Magnus geht voran und legt uns beiden
"alten Säcken" eine gute Spur. Das macht es für uns
deutlich angenehmer. Nach unserer wirklich kurzen
Pause von 17 Minuten, am Nunataken bin ich
ziemlich ausgekühlt. Steigeisen anziehen, das Seil
fertig machen, ich hatte die Handschuhe wohl einige
Male zu oft ausgezogen, dass spüre ich jetzt. Meine
Finger fühlen sich an wie ein Stück Holz, die Socken
in meinen Schuhen sind leicht gefroren. Ich bewege
die Finger und Zehen bei jedem Schritt. Nach einer
gefühlten Ewigkeit, gegen 22:00 Uhr, wir sind bereits
in der Schulter zum Kraterrand unterwegs, wird es
besser und Finger sowie Zehen fühlen sich wieder
normal an. Wir passieren etliche Spalten, eine davon
ist wirklich gross, mit einer sehr schmalen
Schneebrücke.
Alles in allem aber keine technische
Herausforderung. Das Gelände ist unglaublich
weitläufig und man unterschätzt oft die
Entfernungen. Immer wieder reisst jetzt das
Wolkenband auf und gibt atemberaubende Blicke
auf das Umland, den Gletscher und in Richtung
Gipfel frei. Ich fühle mich fantastisch, habe
genügend Power und trotz dem zunehmend stärker
werdenden Wind, sind die Temperaturen
auszuhalten. Schätzungsweise -7 bis -10 Grad
werden es sein, im Wind ist das natürlich sehr
unangenehm.
Wir erreichen den Kraterrand und queren unterhalb
vom Wordietoppen in Richtung Hauptgipfel. Es
folgen nun immer wieder Auf und Ab im recht steilen
Gelände, immer am Kraterrand entlang.
Stellenweise ist die Sicht nur ein paar Meter, der
Sturm ist nun fast unerträglich.
19.06.2017
Irgendwann nehmen wir den letzten Anstieg zum
Gipfel und im selben Moment reisst die
Wolkendecke auf, die Sonne strahlt uns an.
Wolfgang, Magnus und ich stehen um
0:14 Uhr (isländische Zeit) auf dem
höchsten Punkt vom Beerenberg, dem
Hakan Toppen. Die Sonne steht im
Norden am Himmel. Nichts ist höher im
weiten Umkreis, die nächst höheren
Punkte sind der Galdhoppigen in
Norwegen und die Gebirge Grönlands.
Wir verweilen ungefähr 10 Minuten und
steigen dann wieder Richtung Kraterrand
ab. Der Wind nimmt einem stellenweise
den Atem. Auf dem Rückweg nehme ich
um 1:03 Uhr noch den Wordietoppen mit,
er liegt einfach zu verlockend am
Wegesrand. Die anderen Beiden laufen
unterhalb des Gipfels daran vorbei. Ich
muss mich dafür arg beeilen.
Das Seil komplett ausgeben, vorlaufen,
hochsteigen, Foto machen, Peakhunter
GPS Tag setzen und wieder runter, Seil
aufnehmen und so weiter.
Der Rückweg zum Nunataken erfolgt auf
der gleichen Route und bringt uns das
gleiche Wechselspiel des Wetters wie
bisher. Windsstille Momente wechseln
mit brüllenden Sturm, es beginnt zu
schneien und kurz vor dem Nunataken
klart es dann wieder auf. Meine Kleidung
ist hart gefroren, die Jacke und Hose
steif und unangenehm. Um 2:38 Uhr
wieder am Nunataken legen wir Gurt und
Seil ab. Wir essen schnell etwas. Mein
Wasser ist in der Flasche gefroren, die
gekochten Eier sind vereist. Ein wenig
von der Büffelsalami, die Edith aus der Schweiz mitgebracht hat, wird dankend genommen. Auch
diese Pause ist nur kurz, da wir sofort auskühlen. Wir sind jetzt seit knapp 13 Stunden ohne
nennenswerte Pause unterwegs.
Der restliche Abstieg wird etwas angenehmer,
der Wind lässt nach, die Sonne kommt immer
wieder hinter den Wolken vor. Wir drehen uns
des Öfteren um und erfreuen uns am Anblick
des Berges. Er zeigt sich, was normalerweise
nicht oft der Fall ist.
5:40 Uhr erreichen wir das Ende des letzten
Schneefeldes und sind 6:33 Uhr wieder an
der Stelle an der uns der
Stationskommandant abholen will. Wir warten
hier und ruhen uns aus.
Ich bin so glücklich, darüber dass Ziel erreicht
zu haben und darüber das sich das viele
Training ausgezahlt hat. Nicht einem Moment
war ich mit meinen Kräften am Limit.
Wir hatten Glück mit dem Wetter, den Schneebedingungen.
Auch wenn es nicht mit der SkiBesteigung geklappt hat, wir haben ein Wetterfenster gefunden und der Berg war gnädig, wir waren
oben, der Wind war stark und teilweise heftig, aber immer so das ein Aufstieg eben noch möglich war.
Wir werden abgeholt und erfahren noch einen weiteren grossartigen
Service. Der Stationskommandant bringt uns Getränke und Schokolade
mit. Er fährt uns zur Forschungsstation, wir dürfen in der Station
duschen, bekommen unsere Beerenberg Besteigungszertifikate, bevor
wir wieder zurück bis in unser Camp gefahren werden. Das ist
unglaublich! Hier warten unsere Leute schon. Wir werden begrüsst und
beglückwünscht. Edith macht uns Spiegeleier und wir trinken ein paar
Bier zum Frühstück oder ist es Mittagessen oder Abendessen, keine
Ahnung. Wir sind jetzt rund 27 Stunden auf den Beinen und ich bin nun komplett platt. Ich glaube das
war der längste Tag meines bisherigen Lebens. Ich krieche in meinen Schlafsack und bin sofort weg.
Der Abend wird ausgelassen und fröhlich, bei Kötbullar und Bier.
20.06.2017
Wir schlafen bis Mittag und Frühstücken spät. Das Wetter ist übel, es hat in der Nacht geregnet, alles
ist nass und klamm. Da es ein bisschen aufreisst, beschliesse ich noch den Neumeyertoppen zu
besteigen. Wolfgang und Ralf wollen mich begleiten. Die anderen unserer Gruppe wollen ebenfalls ein
paar Spaziergänge machen.
Letztlich werden es bei uns auch wieder mehr als 10
Kilometer und etliche Höhenmeter. Wir besteigen den
Neumeyertoppen von der Südseite und steigen auf
der Nordseite ab. Wir queren zum riesigen
Haugenstranda.
Streunen durch das angeschwemmte Treibgut und
wundern uns über den ganzen Müll, vor allem von der
Fischerei, der hier liegt. Selbst soweit im Norden ist
der Strand voller Plastik. Dann klettern wir noch auf
den 157m hohen Kwalrossen und fotografieren
verschiedene Vogelarten. Wir gehen zurück zum
Camp, das Abendessen wird serviert, aufgeräumt und
dann versammeln sich alle am Strand. Wir haben
Treibholz für ein Lagerfeuer gesammelt. Bis weit nach
Mitternacht sitzen wir am Feuer, erzählen, geniessen
den letzten Abend auf der kalten, nassen und doch
schönen Insel, am Ende der Welt.
21.06.2017
Früher Aufbruch, der Wind ist friedlich, der Nebel
erträglich, es reisst stellenweise auf. Frühstücken,
Camp abbauen, alles verpacken, alles zum Wasser
schleppen. Dann muss alles wieder zum Schiff
gebracht und verladen, verzurrt werden. Jeder richtet
seine Koje und bereitet sich auf drei Tage Gewackel
und Geschwanke vor. Wir gleiten bei sehr glatter See
an der Insel vorbei. Alle sitzen dick eingepackt an
Deck und geniessen die Sonne, die sich überlegt hat
mal durch die Wolken zu schauen. In einiger
Entfernung von der Insel, kommt uns die Aida Sol
entgegen. Ein riesiger Kasten 253 Meter lang, wir auf
unserer "Nußschale" winken. Im Teleobjektiv kann ich
die Leute an den Fenstern stehen sehen. Mir wird
nun schnell langweilig, also beschliesse ich das
Abendessen zu kochen. Es gibt Beinscheiben vom
Lamm und Paprikareis. Alle sind zufrieden, es bleibt
nichts übrig und Magnus leckt den Teller ab, schön,
was für ein Kompliment für den Koch!
Wir scherzen und reden noch eine Weile, dann geht
es in die Koje.
Seit dem wir von der Insel entfernt sind und auf dem
offenen Meer sind, sind die Wellen höher, die
Schaukelei wieder stärker. Wir fahren jetzt mit dem Foksegel und Motorunterstützung. Es schwankt
ordentlich. Trotzdem schlafe ich ganz gut.
22.06.2017
Bisher ein Tag ohne erwähnenswerte Ereignisse. Ausser das Edith beschlossen hat einen
Kartoffelgratin zum Abendessen zu bereiten, ich werden dann dazu Kabeljau in Orangensauce
zaubern. Soweit der Plan.
Aber die See wird rauher und alles wird durch das Schiff
geschleudert. Edith versucht trotz dieser Bedingungen einen
Apfelkuchen zu backen. Nachdem der erste fertig war für die
Backröhre, flog das Blech quer durch die Kombüse und landete
am Boden. Aber wenn Edith sich etwas in ihren Dickkopf
gesetzt hat...Nachdem alles aufgeputzt war, startet sie einen
zweiten Versuch, diese gelingt und bald durchzieht der Duft
von frischem Kuchen das Schiff. Das lockt dann doch alle in
die Messe. Zum Abendessen gibt es dann leider eine Pampe
aus Kartoffeln, Hühnchenfleisch und keine Ahnung. Magi tauft
es Survival-Stew, wir nennen es Haftessen, weil es so schön
am Teller haftet. Nach dem Essen gehe ich wieder in die Koje, alles andere ist zu anstrengend. Musik
hören, vor mich hin dämmern.
23.06.2017
6:00 Uhr werde ich wach, Hunger, Durst. In der Kajüte ist es klamm und feucht. Das Schiff tanzt auf
den Wellen und im Schiff ist das dann wirklich ungemütlich. Windstärke 7 bis 8 und 4 Meter hohe
Wellen. Kaffee fällt aus, das hantieren mit kochendem Wasser wäre viel zu gefährlich. Den Tag
verdämmere ich fast vollständig in der Kajüte. 72 Stunden haben wir für die Hinfahrt benötigt, 56
Stunden für die Rückfahrt. Den Speedrekord auf dieser Strecke haben wir um nur 3 Stunden verpasst,
4m hohe Wellen, Windstärke Beauford 8, Sturmwarnung Stärke 9 für die näher zum Festland
gelegenen Gewässer. Ankunft in Isafjördur 20:50 Uhr. Um 21:00 Uhr schliesst das Schwimmbad, wir
rennen und können den Typen an der Kasse noch erweichen. Er lässt uns duschen. Danach sind wir
auf Kosten der Aurora zum Abendessen eingeladen. Es gibt unter anderen Walsteak, sehr lecker.
Trotzdem habe ich ein schlechtes Gewissen das zu essen.
24.06.2017
Wir haben noch einmal auf dem Schiff
übernachtet und geniessen ein letztes
Frühstück. Abschied von der Crew,
Mietwagen übernehmen und ein wenig
Zeit totschlagen. Im Gästehaus können
wir erst ab 16:00 Uhr einchecken.
Wir fahren ein wenig durch die Fjorde
und besuchen die Arktik Fox Station.
Dann geht es wieder zum Essen, in
eines der angeblich besten
Fischrestaurants Islands. Das Ambiente
ist urig, die Temperatur im Lokal so das
man die Jacke besser anlässt, der
Geräuschpegel ist immens. Das Essen
aber ist phantastisch. Gegen Mitternacht
sind wir zurück im Gästehaus.
25.06.2017
Wir schlafen lange, Frühstücken gemütlich und fahren dann mit unserem Mietwagen los. Erst
besteigen wir den 634m hohen Stigahlid, dann gehen wir in Bolungarvik etwas essen. Wir klappern
noch ein paar Fjorde ab, etliche schöne Fotomotive kommen uns vor die Linse. Besuchen Sudureyri,
Stadardalur, Flateyri und zum Essen wieder zurück nach Isafjördur.
Um Mitternacht gelingen Wolfgang noch ein paar tolle Fotos von der Sonne, dann ist Nacht und
schlafen angesagt.
26.06.2017
Aufstehen, Frühstücken, Ausrüstung, Gepäck
sortieren und verpacken, bestimmen den Vormittag.
Dann den kleinen Mietwagen vollstopfen und alles
ab nach Isafjördur. Ab 14:00 Uhr sitzen wir blöd am
Flugplatz herum und warten. Wir treffen dort zwei
Schweizer die den längsten Helikopterflug der Welt,
von Neuchatel in der Schweiz nach Anapolis in
Brasilien, planen und nun wegen schlechtem Wetter
in Grönland, schon seit 6 Tagen in Isafjördur
festsitzen. Leider klappt es für die Beiden heute auch
nicht. Gegen 17:00 Uhr verlassen sie den Flugplatz
wieder. Ein sehr interessantes Projekt.
Dann noch ein paar schlechte Nachrichten. Der
gebuchte Mietwagen steht am Flughafen in Reykjavik nicht zur Verfügung, dafür müssen wir erst nach
Keflavik, grrrrrrr. Dann eine Email, der Flug wir Verspätung haben. Verdammt das wird eine kurze
Nacht für Wolfgang, der am Dienstag sehr zeitig nach Zürich weiter fliegt. Letztlich kommen wir in
Reykjavik an, der Shuttlebus wartet auf uns drei und wir bekommen den Anschlussbus zum
internationalen Flughafen. Hier steht dann das Auto zur Verfügung und gegen 23:00 Uhr sind wir im
Hotel. Wir bekommen noch etwas zu essen und ein Bier, dann ist für Wolfgang, Edith und mich
endlich Nachtruhe angesagt.
Ab hier bitte weiterlesen unter:
https://www.bergwaerts.com/projekte/european-highpoints-81-13/island/
Der Link führt Euch zum Tripreport für die Tour an Islands höchsten Berg, Hvannadalsnukur 2.109m
Summary Total Data
    Total Elevation Gain:7355 ft / 2241 m
    Trailhead:115 ft / 35 m
    Route Conditions:
Unmaintained Trail, Open Country, Scramble, Glacier Climb
    Gear Used:
Ice Axe, Crampons, Rope, Ski Poles, Tent Camp
    Weather:Snowing, Cold, Very Windy, Partly Cloudy
weather was changing permanent



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